Fortschrott ist eine Band, die sich in den siebzieger Jahren gegründet hat, erst auf der Straße gespielt hatte, dann immer wieder auf Bühnen im In- und im Ausland. Auch bei vielen Demonstrationen haben sie den Background für die Sprechchöre der Demonstrant*innen geliefert. Zuletzt haben sie vor allem für die Klimaaktivist*innen von Fridays for Futures gespielt. Die Coronakrise verhindert im Moment, dass die Klimastreiks auf den Straßen – und damit auch die musikalische Unterstützung durch Fortschrott – weitergehen können. Uli, der von Anfang an dabei war, ist aber zuversichtlich, dass wir alle aus der Coronazeit etwas lernen werden: So zum Beispiel dass wir die Wirtschaft soweit umsteuern, dass auch sie klimafreundlich und nachhaltig sein kann.
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Atti-Tune
AntwortenCoronakrise: #BellaCiao aus Bamberg
Wieder eine Episode über Musikerinnen und Musiker in der Coronazeit: Diesmal wollte ich mehr wissen über die Aktion einer Bamberger Nachbarschaft. Mitte März haben in einer Straße dort alle Nachbarn gemeinsam ein Lied für Italien gesungen – und auf YouTube gestellt. Und schwupps: Auf einmal sprach das ganze Land über diese Bamberger. Ich interviewte den Anwohner, der es auf YouTube hochgeladen hatte.
Coronakrise: KaraUke online
Benni Benson ist Singer-Songwriter aus Augsburg. Er hatte gemeinsam mit zwei anderen befreundeten Musikern ein Projekt initiiert, bei dem sich Laien-Ukulele-Spieler*innen in einem Wirtshaus einmal im Monat treffen, um zusammen ein paar Cover-Songs zu spielen. Ein klasse Projekt, mehr dazu in der Episode 13 vom März diesen Jahres. Jetzt aber muss KaraUke gerade Corona-Pause machen. Wirtshäuser, Kneipen haben gerade geschlossen. Aber Benni lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Er macht weiter, dann geht halt das Mitmach-Projekt jetzt mal digital. In dieser Episode erzählt er Euch auch wie.
MusikerInnen mit HaltungCoronakrise: #AktionTicketBehalten
Was machen jetzt Musikerinnen und Musiker, die von der Musik gelebt haben und die in den nächsten Wochen und vielleicht auch Monaten auf ihr gesamtes Einkommen verzichten müssen? Gudrun Walther ist Violinistin, ich hab sie in der Episode 10 interviewt. Da ging es um ihre Band Deitsch, für die sie gemeinsam mit ihrem Bandkollegen Jürgen Treyz verschollene Volkslieder aus Archiven ausgegraben hatte und somit altes Kulturgut wieder zum Leben erwecken konnte. Jetzt blieb Gudrun aber auch in Coronazeiten aktiv – und das in eigenem Interesse: Sie hat mit der Musikerin Sabrina Palm über Nacht eine Intiative gestartet, die anderen Musikern und Veranstaltern in der gegewärtigen Situation ein bisschen helfen will: Unter dem Hashtag #AktionTicketBehalten wollen sie Gäste von ausgefallenen Konzerten aufrufen, das Geld für die Tickets zu spenden. An die Künstler und an die Veranstalter.
Musiker ohne Grenzen e.V.
Musik kennt keine Grenzen, Musik wirkt wie eine Sprache, die jeder Mensch spricht. Egal woher man kommt und wo man lebt. Auch aus diesem Grund verbringen Mitglieder des deutschen Vereins Musiker ohne Grenzen e.V. mehrere Monate im Ausland, in Ecuador, in Jamaica, in Ghana, auch in sozialen Brennpunkten dort vor Ort. Dort lehren sie Schülerinnen und Schülern, Jugendlichen, gelegentlich auch Erwachsenen das Musizieren, sie helfen beim Gründen von Bands und begleiten sie bei den Proben bis hin zum Auftritt. Seit 2008 gibt es den Verein, ich sprach mit Lena Priesmeier über ihre Reise nach Ecuador, auf die Galapagosinseln, über ihre Arbeit als Projektleiterin, außerdem schult sie Musikerinnen und Musiker, bevor sie ihre Reise ins Ausland antreten werden. Wer also Lust hat, daran mal teilzunehmen, hört rein: Lena erzählt, wie es ist, welche Erfahrungen sie gesammelt hat und wie wertvoll sie für sie sind.